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Domaine de Peissonnel

vidauban_270Vor gut 100 Jahren gehörte das Terrain der heutige Domaine des Féraud zur Domaine de Peissonnel. Wann genau die ersten Reben auf unserem Boden angepflanzt wurden, wissen wir leider nicht. Wir wissen nur , dass die damaligen Besitzer, die Familie Rival, bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein eigensinniges Projekt auf unserem Terroir verfolgten. Sie pflanzten - Jahrzehnte bevor diese Rebsorten 1977 offiziell für die Appellation Côtes de Provence zugelassen wurden - die großartigen Syrah-, Semillion- und Cabernet Sauvignon Reben aus dem Rhônetal, Graves und dem Medoc in Vidauban an. Offensichtlich hatten sie das Potential des Klimas und des Bodens erkannt: Sand, permischer Sandstein und Quarz-Kieselsteine. Ideale Bedingungen für Weine mit Charakter und frischer Eleganz.


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Paul César Rival

Die Geschichte unserer Domaine kennt einige ungewöhnliche Männer. Der erste war Paul César Rival. Er bekam 1932, zum Abschluss seines Studiums, das legendäre Chateau Guiraud, seit 1855 als Sauternes Premier Cru Classé klassifiziert, geschenkt. Seine Eltern hatten es für rund eine Million Francs (de l'epoque) im Rahmen einer Auktion erworben. Fast 50 Jahre, bis 1981, blieb er Eigentümer von Chateau Guiraud.

In die Wein-Geschichte ging Paul César Rival als enfant terrible und Exzentriker ein. Er gilt als einziger Winzer, der jemals auf seinem Weingut eine Landepiste für Flugzeuge baute. Sein Absturz mit einem selbst gebauten Flugzeug in das benachbarte Chateau Yquem ist Legende. Technik-besessen führte er den Traktor als Alternative zu Ochsen-Wagen im Sauternes ein. Mit Le G de Chateau Guiraud gilt er bis heute als Pionier des trockenen Sauternes. Angeblich hatte er zu viel Sauvignon angepflanzt und mußte aus der Not eine Tugend machen. Seine letzten Jahre im Bordeaux verliefen dagegen tragisch. Als Einsiedler lebte Paul Rival einsam und allein in seiner Küche.

Weniger bekannt ist, dass er sein Flugzeug für die Route Bordeaux – Vidauban nutze, zum Familiensitz seiner Eltern Marie Thérèse und Emil Rival. Hier in der Provence leitete Paul Rival über mehr als 20 Jahre die Domaine de Peissonnel bevor sie sein Neffe Bernard Laudon1955 übernahm. Die Familie Rival blieb bis 1978 im Besitz des Weinguts.


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Domaine des Féraud

Nach dem Ausscheiden der Familie Rival wurden die ca. 150 Hektar in die Domaine de Peissonnel (unter der Leitung von Pierre Lemaitre) und die Domaine des Férauds (unter der Leitung von Bernard Laudon) geteilt. Den Name verdankt die Mitte der 80er Jahre ca. 86 Hektar große Domaine des Férauds einem "Patrimoine Classé" aus dem 18. Jahrhundert, mit dem Namen „Puits (Brunnen) de Féraud“.

Mitte der 80er Jahre verkaufte Bernard Laudon die Domaine des Féraud an einen Industriellen. Er blieb als "responsable d'exploitation" weiter verantwortlich und erzielte mit seinen Weinen internationale Wettbewerbs-Erfolge. Die Freude darüber war jedoch nur von kurzer Dauer. Ende der 80er Jahre erfolgten mehrere kurzfristige Eigentümerwechsel.


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Anerkennung von Parker, Johnson, Winroth & Co

Trotz dieser wechselhaften Geschichte genossen die Weine der Domaine des Féraud in den 80er Jahren internationale Anerkennung. Ob im Decanter, in André Simon's „Wines of the world“ oder in Hugh Johnson’s „Wine Companion“.

1987 schrieb Robert M. Parker „One of the few delicious Cotes de Provence white wines made is from Domaine des Férauds,... a very interesting white wine made from 50% Semillion and 50% Ugni Blanc... it's a creamy, tropical fruit-scented wine with undeniable character. Like the good rosé wine made here... and the robust, full-bodied red wine...“.

Und Jon Winroth, der unnachgiebige Weinkritiker der New York Herald Tribune lobte in seinem legendären und vernichtenden Artikel über Roséweine der Provence 1981 im Männer-Magazin LUI die Domaine des Féraud: „Tout n'est quand meme pas ignoble dans le plus mauvais des mondes possibles.“


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Louis Fournier

Von 1989 - 2009 bestimmte Louis Fournier, über 40 Jahre lang Leiter des Lycée Viticole de Bordeaux Blanquefort und Directeur d'Exploitation auf dem Château Dillon im Haut Medoc, die Geschicke der Domaine. Er erfüllte sich in Vidauban den Traum eines eigenen Weinguts und führte die Domaine des Féraud und die Domaine de Peissonnel wieder zusammen. Begeistert vom Direktvertrieb setzte er vollständig auf diesen Vertriebsweg. Und er ging neue Wege: Domaine des Féraud wurde zum Vorreiter für im Barrique ausgebaute Roséweine. Für den Cuvée Antiopolis, ließ Louis Fournier Trauben nach antikem Vorbild zerstampfen. Unvollendet blieb sein 1990 gestartetes Projekt zum Neubau des Weinkellers. Letzten Endes erforderte dieses Projekt den Verkauf von großen Teilen der Anbauflächen der Domaine an die Groupe Castel.

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Domaine des Féraud

Domaine des Féraud – Rosé, vin blanc et vin rouge de Provence

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