Unsere Domaine

Wir haben eine Geschichte zu erzählen. Denn seit gut 100 Jahren werden auf unserem Terroir die für die Region typischen Rebsorten angebaut. Geschichten von verrückten und ehrgeizigen Männern und natürlich auch unsere Philosophie heute...


DSC_0468_Markus_Conrad_webBienvenue !

Seit Jahren liebe ich die Provence: Meer, Licht, Kultur, Landschaft und - nicht zu vergessen - die mediterrane Küche und den Rosé. An meinem 50ten Geburtstag beschloss ich, den Traum vom eigenen Weingut in der Provence zu verwirklichen. Nach zwei Jahren hatten wir den richtigen Fleck gefunden. 2011 übernahmen wir die ca. 35 Hektar der Domaine des Féraud von den Erben Louis Fourniers. Wir, die Neuwinzer sind Annerosé und ich sowie meine Kinder Carlotta, Emilia, Roberta und Friedrich, die unserer Gesellschaft den Namen geben: SARL CERF. Wir freuen uns, dass Sie uns heute besuchen und hoffen, Sie von unseren Weinen zu überzeugen. Darf ich Ihnen kurz unsere Philosophie und unsere kleine Equipe vorstellen ?

Cordialement, Ihr Markus Conrad


Unsere Philosophie


aqua-club-ohne-flasche-_-webFreude an frischen und ehrlichen Weinen

Der Sommer steht vor der Tür, die Blumen verströmen ihre Düfte. Strahlend blauer Himmel, lange Abende. Für dieses mediterrane Lebensgefühl machen wir unsere Weine. Frische, fruchtige, trockene und elegante Weine. Unkomplizierte Begleiter lauer und langer Abende, fröhlicher Tischrunden, guter Laune und beschwingter Gespräche. Nicht zuletzt, weil auch der Preis fair ist.

Ganz besonders am Herzen liegen uns die Roséweine, die unser Weinbaugebiet weltberühmt gemacht haben. In Frankreich sind bereits 4 von 10 getrunkenen Wein-Flaschen Rosés, Tendenz weiter steigend. Auch die internationale Weinwelt spricht in den letzten Jahren von einem Siegeszug gut gemachter Roséweine. Als Aperitif oder als köstliche Egänzung einer leichten, vitaminreichen oder vegetarischen Sommerküche.

Warum? Roséweine gehen auch mit den schwierigen Partnern einer sommerlichen Küche eine harmonische Beziehung ein. Denn ohne Tannine vertragen sie sich hervorragend mit Tomaten, Zucchini, Oliven, Knoblauch, der Schärfe von rohen Zwiebeln, Minze oder rotem Chili. Und sie sind unkompliziert und ehrlich wie gegrillter Fisch, frisches Gemüse und gutes Fleisch.

Probieren Sie unsere direktgepressten Rosé-Cuvées aus Syrah, Cabernet-Sauvignon, Grenache Noir und Cinsault. Erfreuen Sie sich an frischen Weinen mit wunderbaren Aromen von Zitrusfrüchten, weißen Pfirsichen, Äpfeln, Birnen oder frischen Mandeln.


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Die Entdeckung des „Terroirs“

Unsere Domaine des Féraud liegt in Vidauban, rund 30 km entfernt von Saint Tropez, im Herz des Weinbaugebiets „Côte de Provence“. Seit mehr als 2000 Jahren die Heimat trockener Roséweine. Unser Terroir bietet ideale Bedingungen für Rotweine mit Charakter und frischer Eleganz. Dies liegt am Boden - Sand, der Wärme speichert und Quart-Kieselsteine - vor allen Dingen aber am Mistral. Dieser heftige Wind sorgt in unserer Region regelmäßig für trockene Luft aus dem Landesinneren. Die dadurch geringe Luftfeuchtigkeit begünstigt eine gute Rebgesundheit und hält Krankheiten fern. Der Mistral bläst auch die Wolken fort und lässt die Sonne mehr als 3000 Stunden im Jahr scheinen, das ist französischer Rekord!

Dieser Tradition zollen wir Respekt. Bei Neuanpflanzungen konzentrieren wir uns für Rosé- und Rotweine auf die typischen roten Trauben unserer Region (Syrah, Grenache Noir, CInsault). Für fruchtig frische und typische Weißweine, die wir am liebsten ganz „ohne Holz“ mögen, pflanzen wir die weiße Rolle-Traube (Vermentino) an.


weinfeld_webRespekt vor der Natur und biologischer Weinbau

Unsere Domaine bietet ideale Bedingungen für wirkliche „Terroir-Weine“.

In den letzten Jahren haben wir uns mit aller Konsequenz der „reconversion biologique“ gewidmet und machen erste Versuche mit der „biodynamie“. Dazu gehören im Weinberg eine intensive Bodenbearbeitung, eine ausschließlich organische Düngung, der vollständige Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz und die Pflege der Biodiversität. Sehen Sie sich das wunderbare Mai-Bild an: Mohn, Getreide und gesunde Weinstöcke, kurz vor der „ébourgeonnage“. Biodiversität und intensive Bodenbearbeitung sind die Vorraussetzungen für eine Arbeit mit Naturhefen. Im Keller achten wir auf eine sparsame Verwendung von Schwefelzusätzen (SO2). Dies macht unsere Weine nicht nur natürlich, sondern auch besonders bekömmlich.


Unsere Mitarbeiter


Elke Moquay - Responsable du Domaine

ist unser guter Geist auf der Domaine in Vidauban. Als „Responsable du Domaine“ wacht Sie darüber, daß alle fleißig arbeiten und kümmert sich im neuen caveau de vente um unsere Kunden und die Administration der Domäne. Elke arbeitet seit über 20 Jahren für unsere Domaine Féraud, kennt jeden Kunden, jeden Vorgang und löst jedes Problem. Sie ist gebürtige Badenerin, Sie werden es sofort heraushören. Ihr Mann, für kurze Zeit als französischer Soldat in Deutschland stationiert, hat sie nach Frankreich entführt. Wir sind ihm dankbar. Rufen Sie Elke einfach an, wenn Sie uns besuchen oder einfach nur ein paar Flaschen Wein bestellen wollen!

 


Jérôme Dufour - Œnologue

ist unser Oenologe. Jérôme verantwortet die Qualität unserer Weine und koordiniert
alles, was dazu gehört: Rebschnitt, Bodenbearbeitung, Neuanpflanzungen, Analysen und natürlich die Ernte und die Vinification. Jérôme ist Président von, Oenolyse Laboratoire d’Oenologie Daniel Peraldi, in der Nähe von Aix en Provence. Oenolyse berät eine kleine Gruppe exzellenter Weingüter in ganz Frankreich. Wir profitieren sehr von dem daraus resultierenden Know-how und Erfahrungs-Austausch. Ganz besonders, wenn es um Entwicklungen und Innovationen rund um den biologischen Anbau und den natürlichen Ausbau im Keller geht.


Pierre Mosser - Mâitre de chai

ist ein leidenschaftlicher und ausgebildeter Œnologe mit über 10 Jahre Erfahrung im Languedoc-Roussillon, dem Rhône-Tal und der Provence. Pierre teilt seine Leidenschaft, indem er Studenten in Weinbau und Önologie an der Hochschule CFPPA in Hyères aus- und fortbildet. Daher bleibt es für ihn wichtig, weiterhin auch praktisch engagiert zu bleiben, Weine zu entwickeln und Neues zu testen. Mit dieser Motivation ist er unser Kellermeister. Gemeinsam mit Jérôme und dem Labor von Daniel Peraldi ist er begeistert dabei, wenn wir mit Respekt vor dem Terroir unsere Weine Jahr für Jahr versuchen, mit immer weniger oder gar keinen önologischen Zusätzen zu arbeiten.


Bouches du Rhone (13) Le Canet de Meyreuil, Daniel Peraldi, Oenologue dans son laboratoire // Bouches du Rhone (13) Le Canet de Meyreuil, Daniel Peraldi, Oenologist in his laboratory

Daniel Peraldi - Œnologue

hat uns von Anfang an beraten. Beim Kauf der Domaine des Féraud 2011, der oenologische Leitung und der „reconversion biologique“. Von ihm, einem der anerkannt besten seiner Zunft in Frankreich, haben wir viel und schnell gelernt. Daniel Peraldi war viele Jahre der Président des Oenologues de France. Heute ist sein Partner und Schüler Jérôme unser Oenologue. Aber einmal im Jahr ist Daniel Peraldi mit seiner Erfahrung noch immer unser aller Meister: Bei der assemblage in seinem Labor, für uns der Höhepunkt des Jahres.


Laurent Aubry - Viticulteur

Sohn eines Bauers, hat sich seit mehr als zehn Jahre der Arbeit im Weinberg verschrieben. Mit seinem Familienunternehmen bewirtschaftet er die Domaine des Féraud während des ganzen Jahres leidenschaftlich und rigoros. Sein Motto ist einfach: "Es gibt keinen guten Wein ohne gute Trauben" Die organische Düngung, ein perfekter Rebschnitt, gesunde Reben und eine Ernte bei optimaler Reife, nichts entgeht ihm. Seine Liebe zur Feldarbeit wird mit der außergewöhnlichen Qualität der Trauben, die wir auf unserer Domaine am Ende eines Jahres ernten belohnt.

 

 

 

Domaine de Peissonnel

vidauban_270Vor gut 100 Jahren gehörte das Terrain der heutige Domaine des Féraud zur Domaine de Peissonnel. Wann genau die ersten Reben auf unserem Boden angepflanzt wurden, wissen wir leider nicht. Wir wissen nur , dass die damaligen Besitzer, die Familie Rival, bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein eigensinniges Projekt auf unserem Terroir verfolgten. Sie pflanzten - Jahrzehnte bevor diese Rebsorten 1977 offiziell für die Appellation Côtes de Provence zugelassen wurden - die großartigen Syrah-, Semillion- und Cabernet Sauvignon Reben aus dem Rhônetal, Graves und dem Medoc in Vidauban an. Offensichtlich hatten sie das Potential des Klimas und des Bodens erkannt: Sand, permischer Sandstein und Quarz-Kieselsteine. Ideale Bedingungen für Weine mit Charakter und frischer Eleganz.


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Paul César Rival

Die Geschichte unserer Domaine kennt einige ungewöhnliche Männer. Der erste war Paul César Rival. Er bekam 1932, zum Abschluss seines Studiums, das legendäre Chateau Guiraud, seit 1855 als Sauternes Premier Cru Classé klassifiziert, geschenkt. Seine Eltern hatten es für rund eine Million Francs (de l'epoque) im Rahmen einer Auktion erworben. Fast 50 Jahre, bis 1981, blieb er Eigentümer von Chateau Guiraud.

In die Wein-Geschichte ging Paul César Rival als enfant terrible und Exzentriker ein. Er gilt als einziger Winzer, der jemals auf seinem Weingut eine Landepiste für Flugzeuge baute. Sein Absturz mit einem selbst gebauten Flugzeug in das benachbarte Chateau Yquem ist Legende. Technik-besessen führte er den Traktor als Alternative zu Ochsen-Wagen im Sauternes ein. Mit Le G de Chateau Guiraud gilt er bis heute als Pionier des trockenen Sauternes. Angeblich hatte er zu viel Sauvignon angepflanzt und mußte aus der Not eine Tugend machen. Seine letzten Jahre im Bordeaux verliefen dagegen tragisch. Als Einsiedler lebte Paul Rival einsam und allein in seiner Küche.

Weniger bekannt ist, dass er sein Flugzeug für die Route Bordeaux – Vidauban nutze, zum Familiensitz seiner Eltern Marie Thérèse und Emil Rival. Hier in der Provence leitete Paul Rival über mehr als 20 Jahre die Domaine de Peissonnel bevor sie sein Neffe Bernard Laudon1955 übernahm. Die Familie Rival blieb bis 1978 im Besitz des Weinguts.


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Domaine des Féraud

Nach dem Ausscheiden der Familie Rival wurden die ca. 150 Hektar in die Domaine de Peissonnel (unter der Leitung von Pierre Lemaitre) und die Domaine des Férauds (unter der Leitung von Bernard Laudon) geteilt. Den Name verdankt die Mitte der 80er Jahre ca. 86 Hektar große Domaine des Férauds einem "Patrimoine Classé" aus dem 18. Jahrhundert, mit dem Namen „Puits (Brunnen) de Féraud“.

Mitte der 80er Jahre verkaufte Bernard Laudon die Domaine des Féraud an einen Industriellen. Er blieb als "responsable d'exploitation" weiter verantwortlich und erzielte mit seinen Weinen internationale Wettbewerbs-Erfolge. Die Freude darüber war jedoch nur von kurzer Dauer. Ende der 80er Jahre erfolgten mehrere kurzfristige Eigentümerwechsel.


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Anerkennung von Parker, Johnson, Winroth & Co

Trotz dieser wechselhaften Geschichte genossen die Weine der Domaine des Féraud in den 80er Jahren internationale Anerkennung. Ob im Decanter, in André Simon's „Wines of the world“ oder in Hugh Johnson’s „Wine Companion“.

1987 schrieb Robert M. Parker „One of the few delicious Cotes de Provence white wines made is from Domaine des Férauds,... a very interesting white wine made from 50% Semillion and 50% Ugni Blanc... it's a creamy, tropical fruit-scented wine with undeniable character. Like the good rosé wine made here... and the robust, full-bodied red wine...“.

Und Jon Winroth, der unnachgiebige Weinkritiker der New York Herald Tribune lobte in seinem legendären und vernichtenden Artikel über Roséweine der Provence 1981 im Männer-Magazin LUI die Domaine des Féraud: „Tout n'est quand meme pas ignoble dans le plus mauvais des mondes possibles.“


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Louis Fournier

Von 1989 - 2009 bestimmte Louis Fournier, über 40 Jahre lang Leiter des Lycée Viticole de Bordeaux Blanquefort und Directeur d'Exploitation auf dem Château Dillon im Haut Medoc, die Geschicke der Domaine. Er erfüllte sich in Vidauban den Traum eines eigenen Weinguts und führte die Domaine des Féraud und die Domaine de Peissonnel wieder zusammen. Begeistert vom Direktvertrieb setzte er vollständig auf diesen Vertriebsweg. Und er ging neue Wege: Domaine des Féraud wurde zum Vorreiter für im Barrique ausgebaute Roséweine. Für den Cuvée Antiopolis, ließ Louis Fournier Trauben nach antikem Vorbild zerstampfen. Unvollendet blieb sein 1990 gestartetes Projekt zum Neubau des Weinkellers. Letzten Endes erforderte dieses Projekt den Verkauf von großen Teilen der Anbauflächen der Domaine an die Groupe Castel.

Die Rebsorten der Côtes de Provence


Auf unserer Domaine bauen wir nicht die ganze Vielfalt der provencalischen Rebsorten an. Wir beschränken uns bewusst auf die AOC Rebsorten. Aufgrund unserer Bordeaux-Geschichte und der Eignung von Klima und Boden pflegen wir zusätzlich einige erstklassige Rebsorten, die wir aufgrund der AOC-Regelungen jedoch nur als Vins de Pays des Maures (oder IGP, Indication Géographique Protégée) kennzeichnen dürfen.

Bei den roten „cépages principaux“ der Côtes de Provence konzentrieren wir uns auf Syrah, Grenache Noir und Cinsault, bei den weißen auf Rolle oder Vermentino. Neben den Rebsorten der Provence bauen wir die klassischen drei roten Trauben des Bordelais, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot an, sowie etwas Chardonnay und Sauvignon Blanc.


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Syrah

Syrah gehört gemeinsam mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir zu dem Quartett der roten Edeltrauben. Als beste Traube an der Rhône wurde sie berühmt für die dunklen, gerbstoffreichen und lang haltbaren Hermitage- und Côte Rôtie Weine. Wie an den Steilhängen der Côte Rôtie, kommen der wenig ertragreichen späten Rebsorte karge und trockene Böden entgegen. Die mittelgroßen, kompakt und zylindrisch geformten Trauben enthalten Beeren mit einer extremen Pigmentdichte. Daher sind aus dieser Traube gewonnene Weine sehr farbintensiv. Sie beeindrucken durch ihr Aromaspektrum, mit Noten von Rauch und Pfeffer, Veilchen, Pflaume, Brombeere und Heidelbeere. Gute Syrah-Weine zeichnen sich durch ausgewogene, gleichermaßen kräftige und samtige Tannine aus. Einer Legende nach wurde die Rebsorte Syrah im Jahre 1224 von einem Kreuzzug aus der iranischen Stadt Shiraz mitgebracht. 1998 konnte mit Hilfe einer DNA-Analyse jedoch nachgewiesen werden, dass Syrah eine Kreuzung der französischen Rebsorten Bureza und Mondeuse Blanche ist. In jüngster Zeit erfreut sich Syrah einer zunehmenden Beliebtheit, nicht nur in Frankreich, wo ca. 45.000 Hektar mit dieser Rebsorte bestockt sind. Als Shiraz setzt die Rebsorte nach großen Erfolgen in Australien, wo sie für körperreiche und fruchtbetonte Weine berühmt ist, ihren Siegeszug in Kalifornien, Chile und Südafrika fort. Wie kaum eine andere rote Rebsorte setzt Syrah die Qualität des Standortes in Aromafülle und Charakter um.


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Grenache Noir

Grenache Noir ist eine süße Traube, die einen charaktervollen, aufgrund ihrer dünnen Beerenschale aber nicht sehr dunklen Wein liefert. Sie stammt ursprünglich aus dem ehemaligen Königreich Aragón und ist in Spanien und Rioja die wichtigste Rotweintraube (Garnacha Tinta). Grenache gilt als eine der großen Qualitätsrebsorten der südlichen Regionen Frankreichs und findet sich mit einer Rebfläche von rund 100.000 Hektar in sämtlichen Appellationen der Mittelmeerküste wieder. Im Gebiet Châteauneuf-du-Pape macht sie rund 70% der gesamten Anbaufläche aus. Für sich allein wird sie auch zum Tavel-Rosé gekeltert. Sie bevorzugt karge, warme und steinige Böden und liefert auch bei extrem trockenem Klima sehr lagerfähige Weine. Da sie recht krankheitsanfällig ist, kommt ihr windiges Klima sehr zugute. Die Grenache Traube ist der perfekte Assemblagepartner für Syrah. Aus Grenache hergestellte Weine sind fruchtig und kräftig und entwickeln im Mund ein charakteristisch süßes, cremig samtiges Gefühl mit Aromen von weißem Pfeffer, schwarzen Oliven, Rosmarin, roten Früchten und Pflaume, im Alter auch von Mokka, Schokolade oder Tabak. Aufgrund des hohen Zuckergehalts wird Grenache auch zu Vins Doux Naturels verarbeitet, zum Beispiel in Banyuls, nahe der französisch-spanischen Grenze.


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Cinsault

Cinsault wird in Frankreich nur noch auf etwa 30.000 Hektar angepflanzt, weltweit auf ca. 45.000 Hektar. Die große, saftige und dichtbeerige Traube stammt ursprünglich aus dem Languedoc. Für sommerliche Roséweine ist die Rebsorte mit ihren Aromen von Pfirsich, Himbeere und Erdbeere sowie ihrem milden und leicht säuerlichen Geschmack perfekt. Cinsault erlangt auf mageren und trockenen Böden ihren besten Ausdruck. Typisch ist die Assemblage mit Grenache und Syrah, auch in den Rotweinen aus Appellationen wie Minervois, Lirac oder Châteauneuf- du-Pape. Die Rebsorte gleicht die Farbintensität des Syrah und den Alkoholgehalt der Grenache-Traube aus und sorgt in der Assemblage für Geschmeidigkeit und Harmonie.


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Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon gilt als der Weltstar des Weinanbaus. Die kleinbeerige und hartschalige Traube ist die populärste aller roten Rebsorten. Die aromatische Komplexität sowie ihr Tanningehalt und damit ihr Reifepotential bringt ihr auf der ganzen Welt Anerkennung ein.

Weltweit sind mindestens 170.000 Hektar von Moldawien bis Südafrika mit Cabernet Sauvignon bestockt. Eine DNA-Analyse der berühmten Wein-Universität von Davis in Kalifornien ergab 1997, dass Cabernet Sauvignon mit größter Wahrscheinlichkeit eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ist. Die Cabernet Sauvignon Traube besitzt eine hohe Konzentration an Gerbstoffen und Farbpigmenten. Da reinrassiger Cabernet Sauvignon aufgrund seiner dicken Beerenschale und seiner vielen Kerne hart und uncharmant ausfallen kann, erreicht er die optimale Ausdruckskraft in der Assemblage mit der fruchtigen, dünnschaligeren Merlot Traube oder der Cabernet Franc Traube, die einem Cuvée Frische und Duftigkeit verleiht. Die Cabernet Sauvignon-Traube ist geprägt durch Aromen von grünem Paprika, schwarzer Johannisbeere, Leder, Zeder, Gewürze und dunkler Schokolade. Sie benötigt warme Terroirs, um einen idealen Reifegrad zu erreichen.


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Cabernet Franc

Cabernet Franc ist die Königstraube der Rotweine von der Loire. Insbesondere in Bourgueil oder Chinon schätzt man seit der Zeit des Epikureers Rabelais die Aromen von Himbeere, Johannisbeere und Lakritze und die ausgewogene Struktur feiner und geschmeidiger Tannine. Cabernet Franc und die nahezu ausgestorbene Rebsorte Magdeleine Noire des Charentes sind die Eltern des Merlot. Im Bordelais und in Südfrankreich nimmt Cabernet Franc jedoch nur eine - allerdings sehr geschätzte - Nebenrolle als Assemblage Partner ein. Eine Ausnahme ist der berühmte Château Cheval Blanc, bei dem der Anteil Cabernet Franc ca. 60 % beträgt. Die Tannine dieser Rebsorte sind ansprechender als die der Cabernet Sauvignon Traube und lassen insbesondere junge Weine samtiger und feiner werden. Weine dieser Rebsorte besitzen eine gute Alterungsfähigkeit. Auch in Norditalien, Australien, Kalifornien und Neuseeland wird Cabernet Franc angebaut.


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Merlot

Merlot ist im 20. Jahrhundert zu einer der populärsten Trauben weltweit geworden. Ob in Frankreich oder Australien, Kalifornien oder im Tessin: Die widerstandsfähige Merlot Traube passt sich perfekt an die unterschiedlichsten agronomischen und klimatischen Bedingungen an und ergibt einen schnellreifenden weichen und körperreichen Wein. Mit ca. 200.000 Hektar Rebfläche weltweit, davon 100.000 Hektar in Frankreich, liegt diese Traube an der Spitze des weltweiten Weinbaus. Sie gedeiht hervorragend auf tiefen, kälteren Böden wie im Bordelais (Pomerol und St-Emilion). Merlot Weine besitzen eine schöne tiefrote Farbe und ein vielfältiges Aroma mit Noten von leicht würzigen roten Früchten und Pflaume, und eine kräftige, jedoch zarte Struktur mit seidigen Tanninen.


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Rolle (Vermentino)

Rolle ist eine der anspruchsvollsten und eigenständigsten mediterranen Weißweinsorten, die in den kommenden Jahren sicher noch mehr Aufmerksamkeit erfahren wird. Heute wird Rolle vorwiegend in der Provence, auf Korsika und in Italien angebaut wird, weltweit auf etwa 7.000 Hektar. Vermutlich ist Rolle eine Malvasier-Sorte, die aus Madeira über Spanien nach Korsika kam, von wo sie im 14 Jhdt. nach Ligurien und damit nach Italien kam. Auf Korsika wird die Rebsorte Vermentinu, in Italien (Sardinien) Vermentino genannt. In Italien sind Vermentino-Weine vollmundig und sehr aromatisch mit fruchtigen und blumigen Aromen, wie Melone, Anis oder sogar Mimose. In der Provence entwickelt sie eher Noten von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, frischen Birnen und Lindenblüten. Weißweine, ideal zu gegrilltem Fisch und der mediterranen Küche. Mit einem hohen Zuckergehalt eignet sich die Rebsorte auch zum Verzehr als Tafeltraube.

Wie entsteht unser Roséwein ?


Grundsätzlich gibt es zwei Methoden der Roséweinkelterung:

Auf der Domaine de Féraud - wie heute in der Côtes de Provence allgemein - verfahren wir nach dem Press-Verfahren. Das heißt, dass wir Rotwein wie Weißwein vergären und die verwendeten roten Traubensorten beim Pressen ihre Farbstoffe abgeben.

Bei der sog. Saignée-Vinification (Saignée-Verfahren) erfolgt - wie bei einem Rotwein - vor dem Pressen eine Maischegärung.


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Entrappen

In beiden Verfahren beginnt die „Vinification“ mit dem Abbeeren, der Trennung der Trauben von den Stielen. Dies macht man, um zu vermeiden, dass die Stiele dem Wein einen - bei Roséweinen nicht gewollten - Grasgeschmack und herbe Tannine verleihen. Wir verwenden für die „Entrappung“ die neueste Technik. Mit unserer Bucher Delta Vistalyis werden die Trauben nicht nur schonend abgebeert und sortiert, sondern - zur Extraktion der in der Schale enthaltenen Farbstoffe - auch geöffnet und vorentsaftet.

 


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Pressen

Während bei der „Saignée-Methode" danach eine Tank- und kurze Maischegärung folgt, erfolgt bei der „Press-Methode“ bei niedriger Temperatur und vor allen Dingen unter Luftabschluss ein mehrstündiger Kontakt (Maischestandzeit) zwischen Beerenhaut und Saft. Um in dieser Phase die natürlichen Fruchtaromen freizusetzen, wird Kohlendioxid zugesetzt.

Das Pressen, die Trennung von Beerenhaut und Traubenfleisch erfordert Fingerspitzengefühl, damit der Pflanzengeschmack aus den Kernen nicht freigesetzt wird und der Saft seinen ganzen Fruchtgeschmack behält. Je schonender das Pressen, desto feiner und subtiler ist der gewonnene Roséwein.

Um während der Kontaktphase und der Pressung jede Oxydation – die zu Aromenverlust und brauner Verfärbung des Saftes führt – zu vermeiden, verwenden wir auch für diesen Prozess modernste Verfahren (Bucher Inertys).


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Vorklären

Als nächstes erfolgt, bereits in den Edelstahltanks, das „Vorklären“. Die Vorklärung erfolgt vor der Gärung. Hierbei sinken die noch im Most befindlichen unerwünschten Pflanzenbestandteile oder Schalenreste zu Boden und bleiben als Sediment im Tank zurück.

Danach erfolgt die Vergärung des Zuckers zu Alkohol, entweder über die auf der Traubenschale vorhandene Naturhefe oder durch Zusatz ausgewählter Hefen. Aus den Trauben wird Wein.

 


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Assemblieren

Durch die Assemblage "vermählen" wir die, bis dahin in unterschiedlichen Fässern gereiften Weine aus zu unseren drei Rosés. dem Cuvée Spéciale, dem Cuvée Tradition und dem Cuvée Préstige. Erst das Zusammenspiel mehrerer Rebsorten gewährleistet Komplexität und Aromenreichtum.

 

 

 


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Ausbauen

Der folgende Weinausbau erfolgt im Tank und nicht im Holzfass. Wir legen Wert darauf, den Fruchtgeschmack und die Frische der Weine vollständig zu erhalten.

 

 


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Abfüllen

Zum Schluss, ca. sechs Monate nach der Ernte, füllen wir unsere Weine unter strengsten hygienischen und absolut keimfreien Bedingungen und nach einer eventuellen Filtration auf unserer Domaine in Flaschen ab.

Auszeichnungen und Wein-Medaillen


Auf die Anerkennung, die wir in den letzten Jahren erhalten haben, sind wir natürlich stolz.

Auszeichnungen wie vom Guide Hachette (Coup de coeur), der Union des Oenologues (Grand Prix d'Excellence Vinalies), vom "Concours Général Agricole de Paris", "Concours Internationale de Lyon" oder die Medaillen vom "Concours des Vins de la Foire d'Avignon" sind für uns Ansporn und Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Für Sie sind sie eine Art Versicherung für guten und typischen Côte de Provence Wein von höherer und vor allen Dingen neutraler Stelle.

Im Shop finden Sie mehr Informationen über ausgezeichnete Weine, die Weinwettbewerbe und Weinauszeichnungen.


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Domaine des Féraud

Domaine des Féraud – Rosé, vin blanc et vin rouge de Provence

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